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Dank Suarez! Barca baut Siegesserie aus

Dem FC Barcelona ist am zwölften Spieltag in La Liga der elfte Sieg gelungen. Die Katalanen setzten sich bei CD Leganes mit 3:0 (1:0) durch.

Luis Suarez (28./60.) und Paulinho (90.) trafen für den Tabellenführer, bei dem Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen zum achten Mal in dieser Saison zu Null spielte.

Der erste Verfolger FC Valencia hat bereits sieben Punkte Rückstand, spielt aber am Sonntag bei Espanyol Barcelona. Bereits am Samstagabend (20.45 Uhr) treffen sich Atletico Madrid und Meister Real Madrid zum Stadtderby.

Sturz-Schock beim Skisprung-Weltcup

Schreckmoment beim Weltcup-Auftakt der Skispringer im polnischen Wisla: Denis Kornilov aus Russland ist im zweiten Durchgang schwer gestürzt.

Bei seinem 116,5-Meter-Sprung verunglückte dem 31-Jährigen die Landung, sein Ski verkantete, die Bindung löste sich, Kornilov knickte weg und prallte danach auch heftig mit dem Vorderkopf auf den Boden.

Kornilov wurde minutenlang von Sanitätern behandelt, konnte aber schließlich aus eigener Kraft aufstehen und den Landebereich verlassen.

"Es ist ziemlich eisig, man kann nur hoffen, dass nichts passiert ist und es nur blaue Flecke gibt", sagte der Deutsche Richard Freitag im ZDF.

Bereits am Freitag in der Qualifikation war der 22 Jahre alte Tscheche Vojtech Stursa auf ähnliche Weise gestürzt - und übte danach in einem Facebook-Eintrag Kritik am Zustand der Schanze.

"Ich will niemandem die Schuld geben, denn der Sturz war mein Fehler. Aber die Schanze war heute in einem tragischen Zustand", sagte Stursa: "Am erster Stelle sollte die Sicherheit stehen und nicht das Geld."

Deutsche Adler verpassen das Podest

Der Sieg im ersten Springen des Olympia-Winters ging an Vizeweltmeister Norwegen (1023,8) vor den punktgleichen Teams aus Polen und Österreich (je 1006,5).

Die deutschen Skispringer sind ohne den erhofften Podestplatz gestartet. Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Stephan Leyhe mussten sich mit 990,0 Punkten und Rang vier begnügen.

"Das war heute von Anfang an verkorkst", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF angesichts des verpatzten Auftaktsprungs, als Eisenbichler nach der Landung in den Schnee griff und deutliche Abzüge bekam. "Diese zehn Punkte haben uns immer gefehlt, leider haben wir das nicht aufgeholt. Wir hatten natürlich gehofft, hier um den Sieg oder zumindest das Podest zu springen", sagte Schuster.

Überragender Mann im deutschen Team war Freitag, der im zweiten Durchgang mit 130,5 m gleichauf mit Japans Altmeister Noriaki Kasai (45) den weitesten Satz des gesamten Tages zeigte. Auch Vizeweltmeister Wellinger überzeugte mit Flügen auf 124,0 und 124,5 m, zum Podest fehlten am Ende aber umgerechnet zehn Meter.

"Es war ein spannendes Teamspringen auf hohem Niveau. Man durfte sich keine Fehler erlauben. Aber wir haben zwei, drei gemacht. Darum stehen wir neben dem Podest", sagte Wellinger.

Vor 15.000 Zuschauern erwischte das DSV-Quartett ohne den verletzten Ex-Weltmeister Severin Freund einen Fehlstart, als Eisenbichler nach der Landung in den Schnee griff.

City enteilt - Liverpool schließt nach Gala auf

Teammanager Jürgen Klopp feierte mit dem FC Liverpool den dritten deutlichen Sieg in der Premier League nacheinander und bleibt vor dem punktgleichen Kontrahenten Arsenal. Die Reds setzten sich dank der Treffer des Ägypters Mohamed Salah (31./41.) und des Brasilianers Coutinho gegen den FC Southampton mit 3:0 (2:0) durch (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen).

David Wagner verlor mit Aufsteiger Huddersfield Town trotz 45 Minuten in Überzahl beim AFC Bournemouth 0:4 (0:2). Callum Wilson traf dreimal.

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City enteilt - Chelsea mit Tor-Gala

An der Tabellenspitze gab sich Manchester City mit Nationalspieler Leroy Sane in der Startelf beim 2:0 (1:0) gegen Ex-Meister Leicester City keine Blöße. Gabriel Jesus (45.) und der frühere Bundesligaspieler Kevin De Bruyne (49.) schossen City zum elften Saisonsieg am zwölften Spieltag. (Tabellle der Premier League)

Erster Verfolger ist zumindest bis zum Abend Titelverteidiger FC Chelsea, der bei West Bromwich Albion 4:0 (3:0) gewann. Alvaro Morata (17.), Eden Hazard (23./63.) und Marcos Alonso (38.) trafen für die Gäste.

Standing Ovation für Özil

Arsenal verkürzte mit dem sechsten Sieg im sechsten Heimspiel der Saison den Abstand auf Tottenham auf einen Punkt. Der Vizemeister der vergangenen Saison verpatzte seine Generalprobe für das Champions-League-Duell bei Borussia Dortmund am Dienstag (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) und rutschte auf Platz vier ab.

Arsenal tritt in der Europa League am Donnerstag (ab 19.00 Uhr im LIVETICKER und im TV) beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln an.

Mustafi trifft bei Comeback

Während Mustafi nach mehr als vier Wochen Pause sein Comeback feierte, der 25-Jährige hatte sich in der WM-Qualifikation gegen Aserbaidschan (5:1) verletzt, saß Weltmeister Per Mertesacker nur auf der Bank. (Spielplan/Ergebnisse der Premier League)

"Sie hatten die Entschlossenheit, die Hingabe und den Fokus", lobte Trainer Arsene Wenger seine Gunners: "In einem Derby wie diesem, spielt das eine große Rolle. In der Defensive haben wir die Konzentration über 90 Minuten gehalten."

Italienischer Nationaltrainer: Ancelotti sagt ab

Carlo Ancelotti hat kein Interesse daran, die italienische Fußball-Nationalmannschaft aus der Krise zu führen.

Der ehemalige Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München übermittelte seine Absage an den Verband FIGC durch Berater Giovanni Branchini. "Carlo wird die Nationalelf nicht trainieren. In diesem Moment hat er andere Ziele und Absichten", sagte Branchini bei Radio Deejay.

Zuletzt galt Ancelotti, der Ende September in München entlassen worden war, als Wunschkandidat für die Nachfolge von Gian Piero Venturo, der die Qualifikation für die WM in Russland in den Play-offs gegen Schweden verpasst hatte.

"Ancelotti wird niemandem gegenüber respektlos klingen, doch in diesem Moment ist er an dem Job nicht interessiert", sagte Branchini.

Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Massimiliano Allegri vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Allegri erklärte am Samstag, er sei derzeit noch zu sehr mit Juve beschäftigt.

Uth rettet Hoffenheim in letzter Sekunde

Eintracht Frankfurt hat seine Erfolgsserie in Bundesliga fortgesetzt, aber in letzter Minute einen Sieg verspielt. Die Hessen holten am zwölften Spieltag ein 1:1 (1:0) bei der TSG Hoffenheim. Damit ist die Eintracht seit mittlerweile sechs Punktspielen ungeschlagen. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

Kevin-Prince Boateng (13.) erzielte das frühe Führungstor für die Frankfurter. Zum späten Ausgleich traf Mark Uth in der Nachspielzeit (90.+1). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"In der zweiten Halbzeit hatten wir diesen Punkt verdient. Umso schöner, dass dann der letzte Angriff reingeht", freute sich der Torschütze bei Sky.

Distanzkracher bringt Frankfurt in Führung

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena präsentierte sich die Eintracht, bei der Marco Russ, Alexander Meier, Timothy Chandler, Marco Fabian, Omar Mascarell und Jonathan de Guzmann fehlten, in der Anfangsphase als kompakte Einheit. (Die Tabelle der Bundesliga)

In der Defensive hatten die Frankfurter alles im Griff, in der Offensive setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Die Führung durch den Distanzschuss Boatengs fiel nicht überraschend. Allerdings profitierte der Mittelfeldspieler bei seinem zweiten Saisontor von einem Fehlpass von Lukas Rupp, zudem stand TSG-Torwart Oliver Baumann zu weit vor seinem Kasten.

"Den Schuss trainiert man ab und zu mal. Heute hatte ich Glück, dass er sich gesenkt hat und reingegangen ist. Der geht wahrscheinlich nur einmal im Leben rein", meinte Boateng bei Sky.

Hoffenheim ideenlos

Die Hoffenheimer, die ohne Benjamin Hübner, Pavel Kaderabek und Ermin Bicakcic auskommen mussten, zeigten in der ersten Hälfte eine schwache Vorstellung. Trainer Julian Nagelsmann schien sich bei der Aufstellung verpokert zu haben.

Warum Harvard Nordtveit, Nadiem Amiri, Andrej Kramaric und Steven Zuber auf der Bank saßen, war vielen Beobachtern ein Rätsel.

In der 38. Minute vergab Mijat Gacinovic die Chance zum zweiten Frankfurter Tor. Drei Minuten später wurde es zum ersten Mal auf der Gegenseite gefährlich. Nach einem Fehler von Eintracht-Keeper Lukas Hradecky traf Nationalstürmer Sandro Wagner nur den Außenpfosten.

Um Wagner hatte es in den Tagen vor der Partie viel Wirbel gegeben. Der 29-Jährige strebt einen Wechsel zu Rekordmeister Bayern München in der Winterpause an. Es geht wohl nur noch um die Höhe der Ablösesumme. Im Gespräch sind rund zehn Millionen Euro.

Uth schockt Frankfurt

Nach dem Seitenwechsel gaben die Gastgeber mehr Gas, in der 53. Minute feierte Bayern-Leihgabe Serge Gnabry sein Comeback nach langer Verletzungspause. Neun Minuten später kam Kramaric für den blassen Wagner.

Trotz der gesteigerten Bemühungen verzeichnete die TSG auch im zweiten Durchgang lange keine hochkarätige Möglichkeit. Den Hoffenheimern fehlte vor allem Kreativität. In der 73. Minute zog Nagelsmann sein letztes Ass aus dem Ärmel und brachte Amiri.

Drei Minuten später vergab der Frankfurter Ante Rebic die Chance zur Vorentscheidung. Besser machte es schließlich Uth, der nach toller Vorbereitung von Serge Gnabry die Hoffenheimer jubeln ließ.

Nach sieben Remis: Schmidt feiert ersten Wölfe-Sieg

Remisfluch gebrochen: Nach sieben Unentschieden in Serie hat Trainer Martin Schmidt seinen ersten Bundesligasieg mit dem VfL Wolfsburg eingefahren.

Die Niedersachsen setzten sich gegen den SC Freiburg weitgehend mühelos mit 3:1 (2:0) durch und feierten damit auch den ersten Dreier vor eigenem Publikum seit mehr als sieben Monaten.

Die an allen Belangen enttäuschenden Gäste nehmen weiterhin Relegationsplatz 16 ein. Das Team von Coach Christian Streich würde aber auf den 17. Rang abrutschen, wenn Werder Bremen am Sonntag das Nordderby gegen Hannover 96 gewinnen sollte. (Die Tabelle der Bundesliga)

Schon in der dritten Minute konnten die 23.774 Zuschauer erstmals jubeln. Nach umsichtiger Vorarbeit von Yunus Malli drückte Yannick Gerhardt den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, allerdings leicht abgefälscht.

Das 2:0 in der 29. und das 3:1 in der 70. Minute besorgte Malli dann selbst. Nach präzisem Pass von Daniel Didavi stand der Mittelfeldspieler zunächst frei vor Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow und konnte sich die Ecke quasi aussuchen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Zum Endstand traf der Techniker nach Pass von Maximilian Arnold. In diesem Moment entlud sich die Anspannung bei VfL-Coach Schmidt in einem wahren Urschrei. Zwischenzeitlich war der eingewechselte Bartosz Kapustka für den SCF erfolgreich gewesen (68.).  

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Insbesondere in der ersten Halbzeit waren die Gäste an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Auch nach den beiden Gegentreffern wagten sie sich nur äußerst zögerlich Richtung Wolfsburger Strafraum. VfL-Torwart Koen Casteels hatte lediglich einige Rückpässe zu verarbeiten und wenige harmlose Flanken abzufangen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Zwei Glanzparaden von Schwolow binnen weniger Sekunden in der 54. Minute verhinderte die Vorentscheidung zugunsten der Norddeutschen. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

120 Sekunden später köpfte Didavi in aussichtsreicher Position knapp am linken Torpfosten vorbei. Auch in der Folgezeit diktierte der VfL das Geschehen auf dem regendurchweichten Rasen. Bezeichnenderweise kam Freiburg erst in der 62. Minute zum ersten Eckball, aber auch daraus entwickelte sich keine Torgefahr.

Köln verliert durch Witz-Elfmeter

Der 1. FC Köln steckt immer tiefer im Abstiegsstrudel - und hatte wieder einmal eine äußert umstrittene Schedsrichter-Entscheidung zu beklagen. Der sieglose Tabellenletzte der Bundesliga kassierte am 12. Spieltag beim FSV Mainz 05 eine 0:1-Niederlage beim FSV Mainz 05.

Den Siegtreffer erzielte der Ex-Kölner Daniel Brosinski durch einen mehr als fragwürdigen Fouelelfmeter (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte vor dem Strafstoß ein Foulspiel von Kölns Konstantin Rausch an Pablo de Blasis geahndet und ließ seine Entscheidung anschließend nochmals vom Videoassistent bestätigen.

"Klare Schwalbe und Gelbe Karte"

"Da gibt es keine zwei Meinungen. Er (De Blasis) steht zwischen uns beiden (Rausch und Frederik Sörensen) und springt ab. Das ist eine ganz klare Schwalbe und Gelbe Karte", ärgerte sich Rausch bei Sky. "Es ist unglaublich. Wir verlieren wieder 0:1, klar, dass wir vorne wieder kein Tor machen, ist wieder etwas Anderes", meinte Rausch.

"Es ist nicht klar zu sehen, aber es ist auf jeden Fall kein eindeutiger Elfmeter", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder in der Halbzeit. Sky-Schiedsrichter-Experte Dr. Markus Merk sprach von einer "glasklaren Fehlentscheidung."

Die 05er haben nun mit 15 Punkten etwas Abstand zu den Abstiegsrängen gewonnen. Die Kölner stecken mit Trainer Peter Stöger dagegen nach der zehnten Niederlage mit zwei Zählern fast aussichtslos am Tabellenende fest (Die Tabelle der Bundesliga).

In der vergangenen Saison hatte Köln nach der kompletten Saison nur neun Mal verloren (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga).

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Platzverweis gegen Donati ebenfalls umstritten

Die Elfmeter-Entscheidung von FIFA-Referee Brych war ebenso umstritten wie die Rote Karte gegen den Mainzer Giulio Donati (71.) nach einer vermeintlichen Tätlichkeit.

Donati war von Kölns Leonardo Bittencourt im Fallen im Gesicht getroffen worden. Als der Kölner sich um den Mainzer kümmern wollte, wehrte Donati mit einer Hand ab und Bittencourt fiel theatralisch.

Latza verpasst Mainzer Führung

Köln konzentrierte sich ohne den verletzten Innenverteidiger Dominique Heintz darauf, kompakt in der Defensive zu stehen und das in den vergangenen Tagen verstärkt trainierte Umschaltspiel umzusetzen. Die Mainzer waren vor 30.473 Zuschauern von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. 

Die erste gute Möglichkeit hatten dann auch die Gastgeber, doch Alexandru Maxim (14.) köpfte den Ball knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite sorgte Sehrou Guirassy (24.), der zusammen mit Rückkehrer Jhon Cordoba eine Doppelspitze bildete, für den ersten Kölner Abschluss. Die besseren Chancen hatten zunächst die Mainzer. Danny Latza (28.) verpasste aus kurzer Distanz per Kopf die Führung.

Köln vergibt Großchance

Kurz vor der Pause wurden die Kölner besser und schalteten erstmals erfolgreich um. Simon Zoller bediente Guirassy (36.), der den Ball nur knapp am linken Torwinkel vorbeischoss. Kurz darauf verpasste der für den angeschlagenen Zoller eingewechselte Leonardo Bittencourt (39.) aus spitzem Winkel die Kölner Führung.

In der besten Phase des FC ging Mainz durch den Elfmeter von Brosinksi in Führung. Der Rechtsverteidiger hatte von 2008 bis 2011 für Köln gespielt.

Bundesliga: Die Torjäger der Saison 2017/18

Nach dem Seitenwechsel bestimmte der Kampf die Partie. Die besseren Offensivaktionen hatten dabei die Mainzer. Nach einem Fehlpass von Lehmann kam Latza (51.) mit einem Fernschuss zur ersten Gelegenheit der zweiten Hälfte. Wenig später verpasste der kurz zuvor eingewechselte Suat Serdar (65.) mit einem Schlenzer knapp die Vorentscheidung.

Nach 69 Minuten meldeten sich die Kölner in einer zunehmend unruhiger werdenden Partie in der Offensive zurück. Der Schuss des eingewechselten Yuya Osako (69.) ging jedoch über das Tor. Wenig später sah Donati Rot. Die Kölner konnten die Überzahl in der Schlussphase jedoch nicht nutzen.

Überzahl und zwei Elfer: Aber RB verpasst Big Point

RB Leipzig hat die Gunst der Stunde nicht nutzen können und muss um seine seine Position als Bayern-Jäger Nummer eins fürchten.

Der Vizemeister kam bei Bayer Leverkusen nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und verpasste es dadurch, sich weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Am Sonntag kann Schalke 04 durch einen Erfolg gegen den Hamburger SV die Sachsen vom zweiten Rang verdrängen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Leon Bailey (44.) und Kevin Volland (74.) sorgten dafür, dass Leverkusen in dieser Saison zu Hause weiter ungeschlagen bleibt und seit insgesamt sieben Spielen in der Liga nicht mehr verloren hat. Die Werkself, die allerdings auch im dritten Anlauf gegen Leipzig nicht gewinnen konnte, klebt in der Tabelle weiter auf Platz neun fest.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Leipzig trifft zweimal per Elfmeter

Für Leipzig trafen bei der Generalprobe für das Auswärtsspiel in der Champions League am Dienstag bei AS Monaco (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) Nationalspieler Timo Werner per Foulelfmeter (13.) und Emil Forsberg (54.) per Handelfmeter. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

Vor 30.000 Zuschauern traten die Gäste, bei denen der frühere Leverkusener Kevin Kampl bei jeder Ballberührung gnadenlos ausgepfiffen wurde, vom Start weg äußerst selbstbewusst auf und ließen Leverkusen zunächst kaum zur Entfaltung kommen.

Die Angriffsbemühungen der Hausherren verpufften zumeist schon vor dem Leipziger Strafraum.

Überforderter Mehmedi verursacht Elfer

Leipzig agierte angetrieben vom starken Naby Keita entschlossener, was auch in der Szene, die zum Strafstoß führte, zu sehen war. Admir Mehmedi, der in defensiver Rolle völlig überfordert war, wusste sich gegen Marcel Sabitzer nur mit einem plumpen Foul zu helfen.

Werner verwandelte anschließend eiskalt vom Punkt. Nach dem siebten Saisontreffer des Nationalspielers agierte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl aber zu passiv und ließ Bayer aufkommen.

Die Gastgeber mühten sich nach Kräften, verzettelte sich aber lange Zeit bei ihren Angriffsbemühungen. In der 38. Minute hätte Nationalspieler Julian Brandt aber ausgleichen müssen, als er nach brillanten Zuspiel von Wendell freistehend scheiterte.

Kurz darauf führte die zweite gute Kombination zum Ausgleich. Bailey gelang nach Vorarbeit von Dominik Kohr sein vierter Saisontreffer. (Die Tabelle der Bundesliga)

Herrlich stellt auf Viererkette um

Bayer-Trainer Heiko Herrlich reagierte nach der Pause und stellte von Dreier- auf Viererkette um, was sich positiv bemerkbar machte.

Leipzig hatte nicht mehr so viele Räume und tat sich offensiv deutlich schwerer. Kurz nach der Pause verpasste Bayer, das auf Abwehrchef Sven Bender verzichten musste, durch Volland eine weitere gute Gelegenheit.

In der 52. Minute folgte dann die Entscheidung von Schiedsrichter Harm Osmers, der dem erst nach der Pause für Mehmedi eingewechselten Benjamin Henrichs wegen eines absichtlichen Handspiels im Strafraum die Rote Karte zeigte und Forsberg den zweiten Strafstoß für RB verwandelte.

Bayer steckte aber in Unterzahl nicht auf und wurde durch Vollands siebten Saisontreffer für seinen Kampf belohnt.

Doppelpack Lewy - Vidal glänzt: Bayern festigt Spitze

Achtes Spiel, achter Sieg - und ein ganz besonderes Jubiläum: Der FC Bayern München bleibt unter Trainer Jupp Heynckes eine Klasse für sich.

Durch das souveräne 3:0 (2:0) gegen den FC Augsburg behielt der deutsche Rekordmeister unter seinem zurückgekehrten Triple-Coach seine weiße Weste, zugleich bescherte er dem 72-Jährigen einen ganz besonderen Tag: Zum 500. Mal in seiner Bundesliga-Karriere als Spieler und Trainer ging Heynckes am Samstagnachmittag als Sieger vom Platz. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Der starke Arturo Vidal (31.) und Robert Lewandowski (38.) auf Vorlage des Chilenen brachten die deutlich überlegenen, wenn auch nicht immer einfallsreichen Münchner vor der Pause in Führung. (Die Tabelle der Bundesliga)

Gleich danach traf Lewandowski erneut (49.), und so konnten die Gastgeber den Vorsprung souverän verwalten. Es war ein gelungenes Aufwärmprogramm für das Champions-League-Spiel beim RSC Anderlecht am kommenden Mittwoch (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

"Augsburg hat defensiv sehr gut gespielt, wir mussten geduldig bleiben. Nach dem ersten Tor war es etwas einfacher zu spielen. Nach den zwei Wochen Pause haben wir direkt wieder gezeigt, dass wir in guter Form sind", sagte Doppelpacker Lewandowski nach dem Derbysieg bei Sky.

Bernat feiert Comeback

Heynckes hatte auf die angeschlagenen David Alaba, Thiago und Kingsley Coman verzichtet, dafür standen in der Startelf Vidal, Rafinha und als Linksaußen der lange verletzte Juan Bernat.

Nach flottem Beginn und guten Gelegenheiten für Niklas Süle (4.), Mats Hummels (6./13.) und den erblondeten Lewandowski (12.) taten sich die Bayern plötzlich schwer gegen gut stehende Augsburger, das Spiel wurde ein wenig fad, ehe Vidal im Nachsetzen gegen vorübergehend unorganisierte Gäste traf und sein 25. Bundesliga-Tor erzielte.

Matchwinner Vidal glänzt

Ab da hatten die Münchner das Spiel wieder im Griff, ohne sich groß anstrengen zu müssen. Besonders auffällig war Vidal, der stets den Ball forderte, dabei bisweilen das Tempo aus dem Spiel nahm, aber auch viele gute Entscheidungen traf.

Vorbildlich seine Vorarbeit zum Treffer von Lewandowski: Zunächst eroberte der Chilene gegen Caiuby den Ball an den Mittellinie, dann spielte er ihn dem Polen mustergültig in den freien Raum - dessen zwölftes Saisontor war danach Formsache. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

"Der Fehler vor dem 0:2 war natürlich sehr unglücklich, da stand es 0:1 und das Spiel war noch nicht gelaufen. Aber dann wurde es schwer", kommentierte Rani Khedira den leichtfertigen Ballverlust von Caiuby bei Sky.

Lewandowski trifft gegen Lieblingsgegner

Auch bei Nummer 13 konnte Lewandowski nicht viel falsch machen - er musste lediglich den linken Fuß in eine wunderbare Flanke von Joshua Kimmich halten. Es war sein insgesamt 18. Treffer gegen den FC Augsburg, so oft traf er gegen keinen anderen Bundesliga-Gegner.

Vidal köpfte gleich danach noch an die Latte (51.) und traf damit zum neunten Mal in dieser Saison Aluminium für die Bayern: Ligahöchstwert. Im Anschluss war die Luft weitgehend raus, zumal die Augsburger weiter keine Anstalten machten, ihre defensive Einstellung aufzugeben. Allerdings: Der FC Bayern ließ auch nichts anderes zu.

Das ist der Knackpunkt beim Wagner-Deal

Der Wechsel des deutschen Nationalstürmers Sandro Wagner von der TSG 1899 Hoffenheim zum Bundesligakontrahenten

ist vor allem eine Frage der Ablösesumme, die der Rekordmeister zu zahlen bereit ist. Das bestätigten Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann am Samstag.

"Wir haben uns mit Herrn Rosen (Direktor Profifußball in Hoffenheim, d.Red.) getroffen und uns mit ihm unterhalten. Natürlich wird es auch um die Ablösesumme gehen", sagte Salihamidzic vor dem Bundesligaduell der Bayern gegen den FC Augsburg bei Sky: "Wir sind da total entspannt, sind nicht unter Druck und haben Zeit."

Auch Nagelsmann betonte: "Wir sind nicht unter Zugzwang und müssen nicht verkaufen. Der Verhandlungspartner ist unter Zugzwang." Hoffenheim sei "gesprächsbereit, aber es hängt vieles an der Ablöse".

Wagner (29) soll bereits im Winter als Back-up für den polnischen Top-Torjäger Robert Lewandowski in seine Münchner Heimat wechseln. Wagner hatte bereits in der Jugend für die Bayern gespielt und beim Rekordmeister seine ersten Profispiele bestritten.

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